Steuererklärung auf Mallorca – Was muss ich wissen...?


Liebe Mallorca Concept Freunde

Jedes Jahr muss bis zum 30. Juni die Einkommenssteuererklärung für das Vorjahr bei dem spanischen Finanzamt vorliegen.

Doch was ist wirklich relevant. Nachfolgend haben wir für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten parat:


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Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

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Jeder muss eine Einkommenssteuererklärung abgeben, egal ob er weniger als 22.000 Euro im Jahr oder mehr verdient. Das wichtigste aber ist darlegen zu können, woher die Einnahmen in erster Linie stammen.

Manchmal können die Einkommensquellen verschieden sein, wie z.B. mehrere Jobs oder Mieteinnahmen. Dies betrifft auch Selbstständige.

 

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Wer ist in Spanien steuerpflichtig?

 

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Steuern an den Staat abgeben muss jeder, der mehr als die Hälfte des Jahres in Spanien verbringt, oder hier arbeitet und lebt. Ebenfalls betroffen sind auch Rentner, die ihre Rente aus Deutschland beziehen.

 

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Wie erstellt man eine Steuererklärung?

 

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Anders als in Deutschland gibt es in Spanien keinen Steuerbescheid. Privatpersonen wenden sich nicht an einen Steuerberater, in Spanien wird dies durch einen "Borrador" vereinfacht. Diese Dokumentenvorlage ist beim Finanzamt erhältlich, oder auf der Seite http://www.agenciatributaria.es/AEAT.internet/Renta.shtml herunterladbar.

Im Hilfsprogramm PADRE, lassen sich die benötigten Angaben einfach eintragen. In diesem Jahr durch den Leitfaden "Renta Web" zusätzlich vereinfacht. Den "Borrador" muss man jedes Jahr neu anfordern oder herunterladen. Das Dokument lässt sich jedoch, sollte sich an der finanziellen oder privaten Situation nichts ändern, weiterhin als Vorlage benutzen.

 

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Welche Fristen sollten eingehalten werden?

 

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Genau wie die Steuernummer, kann der "Borrador" bis zum 10. Mai bei der Agencia Tributaria (online oder persönlich) angefordert werden. Ab dem 9. Mai kann ein Gesprächstermin, die "Cita previa" vereinbart werden. Ab dem 10. Mai empfangen die Ämter Besucher, um Fragen zur Steuererklärung zu klären und den ausgefüllten "Borrador" entgegenzunehmen. Spätestens am 30. Juni muss der korrekt ausgefüllte "Borrador" dann vorliegen. Besuche ohne Termin sind beim Finanzamt nicht möglich.


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Welche Einkünfte und Vermögen sollte man deklarien?

 

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Jeder Besitz muss bei der Steuererklärung angegeben werden. Neben dem Lohn unter anderem auch Zinseinnahmen, Mieteinnahmen, Aktiengeschäfte, Sparbücher oder Lebensversicherungen.

Es ist ratsam, alles ehrlich anzugeben, denn aufgrund des Zusammenwachsens der EU kann es schnell Problemen geben, wenn man Einkünfte aus einem anderen EU-Land verschweigt.


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Was geschieht mit Einkünften aus anderen Ländern?

 

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Wer in Deutschland und Spanien Besitz oder Einnahmen hat, muss diese nach dem Doppelbesteuerungsabkommen behandeln.Diese werden in Spanien und in Deutschland von den Finanzämtern erfasst, aber nur in einem Land besteuert.


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Was kann in Spanien von der Steuer abgesetzt werden?

 

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Übrig geblieben sind in Spanien allein Teile der privaten Vorsorge und Krankenversicherungsbeiträge zu gewissen Anteilen. Werbungskosten, dienstlich bedingte Umzugskosten oder für die Arbeit benötigtes Büromaterial stehen nicht auf der Liste. Auch private Anschaffungen werden nicht mehr rückerstattet. Dienstliche Fahrtkosten können ausschließlich von Selbstständigen abgesetzt werden.

 

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Welche Steuersätze gelten aktuell in Spanien?

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Steuerklassen wie in Deutschland gibt es in Spanien nicht, dennoch entscheiden auch hier persönliche Lebensverhältnisse (ledig, verheiratet, getrennt lebend, mit oder ohne Kinder, Einkommenshöhe) über die Höhe der Besteuerung. Die Steuersätze reichen von 24 bis 46 Prozent.


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Müssen deutsche Rentner, die in Spanien steuerpflichtig sind,
eine Einkommensteuererklärung abgeben?

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Ja. Ausgenommen davon sind allerdings pensionierte Beamte.