Mein Mallorca" - Pilgerwegen von Sant Elm zum ehemaligen Kloster La Trapa

Lage: La Trapa bezeichnet die Ruine eines abgelegenen Trappistenklosters auf der spanischen Baleareninsel Mallorca. Das ehemalige Klostergelände befindet sich im abgelegenen Tal Val de Sant Joseph zwischen den Orten Sant Elm und Estellencs im äußersten Südwesten des Gebirges Serra de Tramuntana.

Eines der beliebtesten Wanderziele des Südwestens verbirgt sich im Vall de Sant Josep nördlich von Sant Elm – hoch über dem Meer und direkt gegenüber der Insel Dragonera. Dort gründeten Trappistenmönche im Jahre 1810 ein Kloster, von dem heute nur noch Ruinen übrig sind. Nach der bereits begonnenen Renovierung soll hier eine Wanderherberge ihre Pforten öffnen.

Der Küstenhochweg zum ehemaligen Trappistenkloster erlaubt wunderbare Ausblicke und lohnend ist der Abstecher zur 400 Jahre alten Torre Cala en Basset. Verträumt liegt die unbewohnte Insel Sa Dragonera im Meer.

Aufstieg über die Felsseite
Von der Plaça de Mossén Sebastià Grau in Sant Elm lassen wir die Bar Es Molí rechts liegen und biegen in die Avinguda de la Trapa ein, die nach einigen Hundert Metern ihren Asphaltbelag verliert und zum Camí Can Tomeví wird. Durch dichten Wald gelangen wir zum Wegdreieck am Can Tomeví und gehen ein paar Schritte vor dem aufgelassenen Haus links den Weg in den Wald hinein leicht aufwärts.

Nach 4 Minuten wird ein Waldweg gequert, hier gehen wir nicht links durch die beiden gemauerten Pfosten hindurch, sondern geradeaus weiter aufwärts. Unser Weg ist gut ausgetreten und mit Steinmännchen markiert.

Der Pfad verengt sich und führt im Zickzack steil durch zunehmend felsiges Terrain aufwärts. Bald hoch über der Küste genießen wir wieder die Aussicht auf die Insel Dragonera. Nach einer kurzen Kraxelei stehen wir auf einem felsigen Rücken. Von hier wird der Blick frei auf die aufgelassenen Terrassen des ehemaligen Trappistenklosters.

Einige Minuten später wird ein Fahrweg erreicht, auf dem wir zum alten Klostergebäude La Trapa (250 m) kommen. Das Gelände ist Eigentum der mallorquinischen Umweltgruppe GOB, die hier eine Berghütte eröffnen möchte. Auf einem ebenen Weg lässt sich das Tal queren, vorbei an der restaurierten Klostermühle wird eine kreisrunde Aussichtsplattform erreicht.

Noch spektakulärer ist die Aussicht von einem unterhalb davon gelegenen zweiten Mirador. Hier fällt das Kliff senkrecht ab, über die Torre Cala en Basset und die türkisfarbene Bucht hinweg hat man den ultimativen Dragonera-Blick. Ein toller Rastplatz!


Abstieg über den Fahrweg
Zurück am Klostergebäude nehmen wir nun den Fahrweg, der uns über den Pass Coll de ses Ànimes zurück nach Sant Elm bringen wird. Die Piste zieht steil aufwärts, gut 10 Minuten ab dem Kloster zweigt in einer Rechtskurve ein Pfad in Richtung Ses Basses ab (siehe Tour „Über Cap Fabioler nach La Trapa“). Wir steigen jedoch die breite Piste weiter zum Coll de ses Ànimes (365 m) auf, von dem sich ein Rundblick auf die Küstenberge und Täler um Sant Elm bietet.

So steil wie es hochgegangen ist, geht es auch wieder abwärts. Eine halbe Stunde nach dem Pass erreichen wir im Talgrund eine Finca, 200 m weiter folgen wir an der Kreuzung dem Wegweiser rechts in Richtung „Sant Elm“. An den nächsten beiden Gabelungen halten wir uns jeweils geradeaus und erreichen schließlich Can Tomeví, von wo es über den bereits bekannten Weg wieder zurück nach Sant Elm geht.

Wanderzeit: 3 Stunden / Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwer

TIPP: Wer nicht den Klippenweg wandern möchte, kann den Fahrweg nach La Trapa als Hin- und Rückweg nehmen

Sollten die Füße noch nicht all zu müde sein, genießen Sie noch einen kleinen Bummel in Sant Elm über den Promenadenweg, der mit kleinen Boutiquen, Cafés und Restaurants aufwartet. In den Restaurants am Meer, z.B. Restaurant de na Caragola können Sie beim Abendessen einen herrlichen Sonnenuntergang genießen.

Damit Ihr Ausflug unvergessen bleibt, empfehlen wir wie gewohnt eine Wander-App z.B.: Komoot und ein Handy mit vollem Akku dabei zu haben. In den Rucksack gehören ebenfalls ausreichend Wasser und ein wenig Obst zur Pausenstärkung.

Und wie immer wünschen wir Ihnen einen unvergesslichen Ausflugstag auf der schönsten Insel der Welt!



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